Leipziger Buchmesse 2010 – Rundgang


Die Leipziger Buchmesse war wieder ein aufregendes Erlebnis für ALLE, nicht nur für uns Agenten und Betreuer und Leser, das Spektakel war einfach wunderbar. Mit Leipzig liest lockt die Messe jedes Kind hinter dem Ofen vor, die vielen Schüler auf der Messe lassen hoffen, dass das Buch längst nicht gestorben ist. Ganz im Gegenteil, das gute alte Buch kann sich sehen lassen und die vorgestellte Buchdruckkunst mit alten Maschinen in der Halle 3 war anschaulich und sehr informativ. Wenn wir auch schon im Zeitalter des Digitalen Drucks sind, so kann man dem Charme dieser alten gusseisernen Riesen kaum widerstehen.

 

Nach Peymann Amin (HEYNE) lesen zu müssen bricht alle Rekorde, dieser Mann nahm alle Gäste mit, nicht nur die jungen Models, die Leseinsel E211 in der Halle 3 leerte sich mit einem Schlag und das VIEL GLÜCK beim Abgang war rein rhetorisch, denn wie konnte Inge Ursula Trull nach diesem Modelmacher jetzt die Logbücher eines Marineoffiziers aus dem zweiten Weltkrieg vorstellen, es schien schier unmöglich Interessenten zu finden, denn der Platz war versperrt für willige Gäste. Pech gehabt, aber die wenigen Gäste kamen dennoch auf ihre Kosten, denn wer konnte auf der Messe schon einmal 65 Jahre altes Material ansehen, Logbücher, Fotos, Kalender, Notizbücher uvm., die zum Buch Bollo auf U 4706 (Edition LITHAUS) führten.

Besser hatte es Lutz Jahoda, der kam, las und siegte, der hatte Heimvorteil als Ostdeutscher Künstler hatte er sein Publikum schnell im Griff und las wohl die lustigste Geschichte aus der Trilogie Der Irrtum (Edition LITHAUS) vor. Seine 82 Jahre sah man ihm nicht an und die vielen Fans brachten alte Bilder, Plattenhüllen und Zeitschriften mit, sogar ein Fotograf der FF-Dabei war zugegen.

Am Sonntag gegen halb Zwölf schlug für Helmut May die Stunde und er stellte sein viertes Buch infolge vor: Biographie einer Unbekannten (LITHAUS), Hundert Jahre Geschichte um die kleine Frau Karoline Engel, genannt LÖWENZAHN, jedes Kapitel eine Jahreszahl, so kann sich der Leser sein Kapitel suchen und geschichtliche Hintergründe entdecken. Es liest sich wie die Buddenbrooks, eine wunderbare Abhandlung der Deutschen Geschichte von 1900 bis 2000 und das in einem Buch.
Bis zur Nächste Messe in Frankfurt werden sich meine Füße erholt haben.

Ihre Inge Kasan


März 2010

 
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